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Glossaire

A

Alpha
Dies ist eine Kennzahl für die risikobereinigte Performance unter Berücksichtigung des wertpapierspezifischen Risikos (im Gegensatz zum allgemeinen Marktrisiko). Ein positives Alpha bedeutet, dass das Wertpapier oder die Strategie besser abgeschnitten hat als angesichts seiner bzw. ihrer Volatilität erwartet.

Arbitrage
Der gleichzeitige Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten, um von einer Preisdifferenz zu profitieren. Bei dieser Art von Transaktionen werden Preisunterschiede zwischen identischen oder ähnlichen Finanzinstrumenten an verschiedenen Märkten oder in verschiedenen Formen ausgenutzt. Arbitrage ist aufgrund von Marktineffizienzen möglich; dieser Mechanismus sorgt dafür, dass Preise nicht über längere Zeit erheblich vom fairen Wert abweichen.

Asset Allocation
Anlagestrategie, die darauf abzielt, Risiko und Ertrag durch Aufteilung des Vermögens eines Portfolios entsprechend den individuellen Zielen, der Risikotoleranz und des Anlagehorizonts zu optimieren.

Auflegungseinheit
Mindestanzahl von Fondsanteilen die von einem ETF ausgegeben werden und gegen einen korrespondierenden Korb von Finanzinstrumenten mit einem autorisierten Beteiligten ausgetauscht werden. Wenn autorisierte Beteiligte neue ETF-Anteile ausgeben, um z. B. die Kundennachfrage zu erfüllen, Marktineffizienzen durch Arbitrage auszunutzen oder bestehende Positionen abzusichern, erfolgt dies in Auflegungseinheiten. Eine Auflegungseinheit kann 10.000 bis 200.000 ETF-Anteile umfassen und wird zum Nettoinventarwert eines Fonds aufgelegt, so dass sie dazu beiträgt, den Marktpreis eines ETFs im Bereich seines Nettoinventarwerts zu halten.

Autorisierter Beteiligter
Ein von einem ETF-Anbieter gewählter Marktteilnehmer, der die Ausgabe und Rücknahme der Fondsanteile steuert und die notwendigen zugrunde liegenden Anlagen zur Investition beschafft.

B

Basispunkt
Allgemeine Bezeichnung für ein Hundertstel eines Prozents (1 BP = 0,01 %). Findet Verwendung bei der Bezeichnung von Unterschieden in Renditen, Preisen, Kursen und dergleichen.

Benchmark
Ein Vergleichsmaßstab, mit dem die Wertentwicklung eines Wertpapieres, Fonds oder Anlageverwalters verglichen werden kann. Im Allgemeinen werden dazu Aktien- und Anleihenindizes herangezogen, die einen gesamten Markt oder ein Marktsegment abdecken. Durch die Nachbildung eines Referenzindexes kann ein Fonds einem Anleger die Rendite eines Marktes anstatt der eines bestimmten Unternehmens oder Aktienwertes bieten.

Bestand
Die gesamten veräußerbaren Anlagen eines Fonds. Dies umfasst sämtliche Aktien, Barmittel und sonstigen Finanzinstrumente.

Beta
Dies ist ein Maß für die Volatilität oder das systematische Risiko eines Wertpapieres oder Portfolios im Vergleich zum gesamten Markt. Das Beta wird beim Capital Asset Pricing Model (CAPM), einem Modell zur Berechnung der voraussichtlichen Rendite einer Anlage auf der Grundlage ihres Beta und ihrer voraussichtlichen Marktrenditen, verwendet. Passive Produkte wie SPDRs zielen auf ein Beta von annähernd 1 ab, d. h. sie sollen so wenig wie möglich von ihren zugrunde liegenden Indexrenditen abweichen.

Briefkurs
Der Preis, zu dem ein Verkäufer bereit ist, ein bestimmtes Wertpapier zu verkaufen. Der Briefkurs eines Brokers ist normalerweise sein aktuellstes niedrigstes Angebot.

C

Core-Satellite-Ansatz
Dieser Begriff bezeichnet die Art und Weise, wie Anleger ihre Anlagen verteilen oder wie ein Produktanbieter sein Produktangebot strukturiert. Der Begriff „Core“ bezeichnet die üblicheren Produkte, während „Satellite“ sich auf exotischere Strategien bezieht. Anleger können entscheiden, welchen Anteil ihres Kapitals sie auf die beiden Ansätze verwenden. Der Anbieter muss dafür sorgen, dass eine ausgeglichene Produktpalette angeboten wird und dass sein Satellitenangebot attraktiv ist.

D

Dividendenrendite
Die jährliche Dividende je Anteil geteilt durch den Preis je Anteil, ausgedrückt als Prozentsatz.

E

ETF
Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Fund, d. h. börsengehandelter Fonds. Hierbei handelt es sich um Finanzinstrumente, die die Entwicklung eines breiten oder spezifischen Marktsegments (z. B. US-amerikanische Aktien, Aktien von Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung oder Aktien aus Schwellenländern) nachbilden und deren Wertenwicklung widerspiegeln sollen. Ein ETF ist einem Indexfonds ähnlich. Dieser wird jedoch wie eine Aktie den ganzen Tag über gehandelt. ETFs verbinden die Merkmale von Indexfonds und von börsengehandelten Finanzinstrumenten. Wie bei Indexfonds können die Anleger eine Vielzahl von Indizes nachbilden. Wie einzelne Wertpapiere bieten ETFs den Anlegern die Flexibilität, Anteile an den Hauptbörsen den ganzen Tag zum Marktpreis zu kaufen und zu verkaufen. Analog zu Aktien können die Anleger bei ETFs Stop-Loss- und Limit-Orders erteilen. Sie können vorbehaltlich der Geschäftsbedingungen Ihres Brokers sogar auf Kredit ge- und leerverkauft werden.

F

Finanzinstrument
Ein Instrument, das die Übertragung von Kapital in den Finanzmärkten ermöglicht, wie z. B. Aktien, Anleihen oder SPDRs.

Finanzintermediär
Ein Finanzintermediär ist eine Finanzinstitution, die indirekt Geld Ihrer Kunden anlegt oder sich im eigenen Namen für deren Rechnung um deren finanzielle Angelegenheit kümmert. Dazu gehören z. B. Banken, unabhängige Finanzberater oder Vermögensverwalter.

G

Geldkurs
Dies ist der Preis, den der Markt für ein Wertpapier zu zahlen bereit ist. Der Geldkurs eines Brokers ist normalerweise sein aktuellstes höchstes Angebot.

H

Hedging
Das Eingehen einer Position zur Reduzierung des Risikos potenzieller Kursschwankungen bei anderen Anlagen.

I

iNAV
Der indikative Nettoinventarwert wird über den gesamten Handelstag hinweg minütlich berechnet und veröffentlicht. Der iNAV wird unter Berücksichtigung der Marktpreise der einzelnen in einem Fonds enthaltenen Wertpapierbestände berechnet. Dieser Wert kann herangezogen werden, um einen minutengenauen Anhaltspunkt dafür zu haben, wieviel ein ETF wert ist. Dieser ungefähre Wert kann wiederum zur Prüfung der eigenen Berechnungen der Anleger oder - durch einen Vergleich des iNAV mit den Geld-/Brief-Spreads - für die Feststellung verwendet werden, ob ein ETF am Markt fair bewertet ist.

Indexnachbildung
Eine Methode, die Fondsmanager verwenden, damit ihr Produkt einen bestimmten Index widerspiegelt. Dies wird traditionell durch eine laufende Anpassung der Gewichtungen in einem Anlagevehikel entsprechend des Vergleichsindex erreicht.

Intraday
Das Wort bedeutet „innerhalb desselben Tages“. Dieser Begriff wird für Preise verwendet, die über einen Geschäftstag hinweg fortlaufend aktualisiert werden. Dies ist bei Aktien, ETFs und Indizes üblich, nicht jedoch bei Investmentfonds. Deren Preis wird nur einmal täglich zum Handelsschluss ermittelt. Eine Intraday-Quotierung bedeutet normalerweise, dass das Produkt innerhalb des Tages liquide ist.

K

Kapitalisierungsgewichteter Index
Bei einem kapitalisierungsgewichteten Index sind die Komponenten nach dem Marktwert ihrer im Index enthaltenen Finanzinstrumente gewichtet. Man spricht hier auch von einem marktwertgewichteten Index.

Kontrahentenrisiko
Das Risiko, dass eine Partei bei einer bestimmten Transaktion ausfällt.

Korb
Autorisierte ETF-Beteiligte stellen (Wertpapier-)Körbe zusammen, die alle in einem Index enthaltenen Wertpapiere umfassen. Diese Körbe entsprechen (anteilig) dem Index und werden anschließend in ETF-Anteile getauscht.

Kreditfinanzierter Kauf
Darunter versteht man den Kauf einer Anlage auf Kredit (Darlehen). Als Sicherheit für das Darlehen dient - ähnlich wie bei einer Hypothek - die Anlage. Im Wertpapierhandel ist nur eine Anzahlung erforderlich, da die Wertpapiere selbst im Besitz des Brokers oder Verkäufers bleiben und somit den unbezahlten Betrag besichern.

L

Leerverkauf
Beim Leerverkauf werden Wertpapiere in der Erwartung fallender Kurse verkauft um sie zu einem späteren Zeitpunkt kostengünstiger zurückzukaufen. Dabei ist der Verkäufer nicht im Besitz der Wertpapiere. Leerverkäufer tätigen ihre Verkäufe manchmal mit geliehenen Aktien.

Liquidität
Beschreibt die Möglichkeit eines Anlegers, ein bestimmtes Produkt zu verkaufen. Ein Produkt mit hohen Handelsvolumina kann leichter ge- und verkauft werden und ist daher liquide. Liquidität ist für Anleger attraktiv, da sie ihre Anlagen besser verwertbar macht, so dass sie ihre Strategie ändern und Bargeld schnell freisetzen können.

M

Marktpreis
Dies ist der von den Marktkräften bestimmte Preis einer Anlage. Investmentfonds werden im Allgemeinen zum Nettoinventarwert (NIW) ge- und verkauft, der Marktpreis eines ETFs kann jedoch von seinem NIW abweichen. Der Prozess für die Auflegung und Rücknahme von ETFs ist jedoch so konzipiert, dass ETFs normalerweise zu Marktpreisen gehandelt werden, die nahe an ihren Nettoinventarwerten liegen.

Marktrisiko
Das Marktrisiko (oder systematische Risiko) ist das Risiko für einen Anleger, aufgrund einer allgemeinen Veränderung der Wertpapierkurse (Markt) einen Verluste zu erleiden. Anleger können sich gegen das Marktrisiko absichern, indem sie weniger riskante Anlagen kaufen, die weniger volatilen Schwankungen ausgesetzt sind.

N

NIW
Abkürzung für Nettoinventarwert Der Nettoinventarwert eines Fonds entspricht dem Wert aller seiner Anlagen und Forderungen abzüglich seiner Verbindlichkeiten.

NIW je Anteil
Der NIW je Anteil eines Fonds ist der auf jeden Anteil des Fonds entfallende Teil seines Nettovermögens. Er entspricht dem Wert jedes Anteils des Fonds, d. h. (Anlagen + Forderungen - Verbindlichkeiten) / umlaufende Anteile. ETFs werden zu ihren Marktpreisen verkauft, die über oder unter dem Nettoinventarwert liegen können. Der Ausgabe- und Rücknahmeprozess ist darauf ausgelegt, den Marktpreis eines ETFs auf den Nettoinventarwert zurückzuführen, so dass eventuelle Auf- oder Abschläge gegenüber dem Nettoinventarwert nicht lange bestehen.

O

Offener Fonds
Diese Bezeichnung bezieht sich auf einen Fonds, bei dem die Anzahl der Anteile, die er ausgeben kann, nicht begrenzt ist; diese Form ist bei ETFs verbreitet. Durch die Ausgabe neuer Anteile an neue Anleger bewegt sich der Nettoinventarwert des Fonds so, dass er lediglich die Performance des zugrunde liegenden Indexes widerspiegelt. Bei Bedarf können auch Anteile vom Markt genommen werden.

OGAW
Abkürzung für Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere. Die Abkürzung stammt von einer Richtlinie der Europäischen Union.

Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW)
Diese Bezeichnung bezieht sich auf Finanzinstrumente, z.B. Investmentfonds, die Anlegern die Möglichkeit bieten, ihre Investments zu Anlageverwaltungszwecken gemeinsam anzulegen um bestimmte Anlageziele zu verfolgen. Eine derartige Zusammenlegung von Anlagen schafft Kosteneffizienz aufgrund von Skaleneffekten.

OTC
Abkürzung für Over The Counter, d. h. den Freiverkehr. OTC-Transaktionen sind Geschäfte, die außerhalb einer Börse getätigt werden. Dieser Begriff bezieht sich gewöhnlich auf Derivate, die nicht standardisiert sind. Sie sind daher nicht an der Börse handelbar.

P

Passive Management
Unter passivem Portfoliomanagement versteht man einen Portfoliomanagementstil, bei dem das Portfolio eines Fonds einen Marktindex abbildet. Passives Management ist das Gegenteil von aktivem Management, bei dem ein Fondsmanager versucht, die Entwicklung des Marktes zu übertreffen.

Physische Nachbildung
Dies ist ein von den Anlageverwaltern für SPDRs verfolgter Anlagestil. Um die Performance eines Referenzindexes nachzubilden, kaufen unsere Fondsmanager Aktien entsprechend ihrer Gewichtung im Index. Dieser Ansatz bedeutet, dass der Fonds tatsächlich direkt in die Wertpapiere eines Emittenten investiert und nicht über Derivate. Mit einem physischen Nachbildungsansatz meidet der Fonds das mit Derivaten verbundene höhere Kontrahentenrisiko.

Primärmarkt
Dieser Begriff bezieht sich auf den Markt, an dem ETF-Anteile von der emittierenden Gesellschaft direkt ausgegeben oder zurückgenommen werden. Bei SPDRs erfolgt der Zugang zum Primärmarkt über unsere autorisierten Beteiligten, die Anteile an den Fonds ausgeben und zurücknehmen können.

R

Rücknahme
Dies bezeichnet die Rückgabe von Anteilen an einem Fonds gegen Bargeld. Das Gegenteil davon ist die Ausgabe.

S

Sekundärmarkt
Dieser Begriff bezeichnet einen Markt, auf dem Anleger Anlagen wie z. B. ETFs von anderen Anlegern und nicht von den Emittenten der Anlagen kaufen bzw. solche an andere Anleger verkaufen. Große Börsen wie die Londoner oder die New Yorker Börse sind Sekundärmärkte.

Spread
Die Differenz zwischen dem Geld- und dem Briefkurs eines Wertpapieres.

T

TER
Abkürzung für „Total Expense Ratio“, d. h. die Gesamtaufwandsquote. Diese Kennzahl bezieht sich auf die von einem Fonds gezahlten Aufwendungen wie z. B. Verwaltungsgebühren, Treuhandgebühren und Betriebskosten wie Handels- und Verwahrkosten, ausgedrückt als Prozentsatz des Fondsvermögens.

Tracking Error
Die Abweichung der Performance eines Fonds von der seiner Benchmark. Beim passiven Management soll der Tracking Error durch möglichst genaues Nachbilden der Benchmark minimiert werden. Die Abweichung wird selbst dann als Tracking Error bezeichnet, wenn der Fonds besser abgeschnitten hat als seine Benchmark.

V

Verwässerungsgebühr
Gebühr, die Fondsmanager erheben können, um Handels- oder sonstige Kosten zu decken, die beim Kauf oder Verkauf von Anteilen ihrer Fonds anfallen. Der Fondsmanager kann nach seiner Wahl dem Fonds selbst oder den Käufern und Verkäufern des Fonds eine Verwässerungsgebühr berechnen. Wenn ein Fondsmanager eine Verwässerungsgebühr erhebt, erscheint diese auf der Abrechnung als separater, ausdrücklicher Posten.

Volumen
Dies ist das Maß für die Stückzahl der Aktien oder Anteile eines bestimmten Wertpapieres, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums gehandelt werden. Das Volumen ist ein nützliches Maß für die Liquidität eines Wertpapieres.

W

Wechselkursschwankungen
Wechselkursbedingte Wertschwankungen die sich aus der Wertveränderung zweier Währungen zueinander ergeben.

Wertsteigerung
Positive Wertveränderung einer Anlage während der Haltedauer. Die Wertveränderung wird erst beim Verkauf der Anlage realisiert. In den meisten Fällen unterliegt diese einer Besteuerung.